Nacht im Hotel

kriechen   to crawl
munter   alert, awake      
die Raupe   caterpillar
die Hautfarbe  skin color     
die Borste, -n   bristle
ungelegen   at an awkward time
erwidern   answers
mitnichten   in no way
Ich träume dir.   I'm coming to you in a dream.
sich wundern   to puzzle 
Wenn es sich so verhält   If that's the way things are
die Veranlassung   cause, reason      
zürnen (+ dat.)   to be mad at     
verschonen   to spare
von hinnen   thence, away
Es mochte eine Viertelstunde verstrichen sein   A quarter of an hour passed
stechen   to sting, bite
anzünden   to light
der Floh   flea     
hüpfen   to hop
Zu deinem Besten   For your sake
möchte es dir übel ergehen   it would go hard with you, the worse for you
Laß gut sein   Leave it be     
reizen   to bother, irritate     
hinfort nimmer (archaic)   no more
das Fell über die Ohren ziehen   to pull (someone's) hide over his ears
das Versteck   hiding place
im Gegenteil   on the contrary
wie überhaupt irgend möglich   as at all possible     
Ich ... liebe offene Karten.   I ...like to put my cards on the table
sei Ihnen angesagt   take notice, be forewarned      
der Rest   rest, remainder
die Wut   anger     
Gott befohlen! (archaic)   Goodbye!
enthüpfen   to hop away
abermals   again
hocken   to squat, sit
das Entsetzen   horror
das Känguruh   kangaroo      
zu schaffen machen   to give (one) trouble      
kauern to crouch
feindselig   in a hostile way     
anglupschen   to glower at
belästigen   to bother
geringst-   slightest     
sich mit jemandem befassen   to deal with someone
beehren   to honor, favor
sonstwer, -wen, -wem   someone else     
unerbeten   unwelcome, unsolicited
Sprach's   (Ich) sprach es      
rasch   quickly
loswerden   to get rid of    
erdrosseln   to strangle, to throttle
die Leiche   corpse, body    
zu Boden schlagen  to crash to the floor
das Waschbecken   sink, washstand
Es ist nicht geheuer auf der Welt, (nicht geheuer, a set phrase: eerie, creepy) The world is a creepy place; There's something strange going on in this world.

In der Nacht kroch mir etwas über das Gesicht. Davon wurde ich munter. Ich machte Licht und sah, daß es eine Raupe war.

Sie hatte eine grasgrüne Hautfarbe und viele Borsten. Ich sprach zu ihr: „Du kommst mir ungelegen, Raupe! Warum störst du mich im Schlafe?“

Die Raupe erwiderte: „Ich störe dich mitnichten im Schlafe, siehe denn, du träumst!  Ich bin eine von dir geträumte Raupe. Oder, wenn du willst:
Ich träume dir
. “Ich wunderte mich ein wenig und sagte:

Wenn es sich so verhält, und du nur eine mir geträumte Raupe bist, so habe ich keine Veranlassung, dir zu zürnen.

Aber verschone mich bitte und träume, wenn möglich, einem andern.“ Die Raupe lächelte und kroch von hinnen.
Es mochte eine Viertelstunde
verstrichen sein, da stach mich etwas.

Davon erwachte ich und zündete Licht an. Da sah ich, daß es ein Floh war.

Er hüpfte weg, aber ich sprach: „Zu deinem Besten will ich annehmen, daß nur ein geträumter Floh du bist, sonst möchte es dir übel ergehen, Freund­chen.

Laß gut sein und reize mich hinfort nimmer, ich könnte dir das Fell eklig über die Ohren ziehen.“ Da kam der Floh aus dem Versteck hervor und entgegnete: "Ich bin kein geträumter Floh, mein Herr.



Im Gegenteil: ich bin so ungeträumt wie überhaupt irgend möglich und liebe offene Karten.


Darum sei Ihnen angesagt: Sie werden den
der Nacht in Schlaflosigkeit und Wut verbringen.

Gott befohlen!
“ Ehe ich ihn greifen konnte, war er enthüpft. Ich lag lange wach und konnte nicht einschlafen. Endlich schlief ich. 

Es mochte abermals eine Viertelstunde verstrichen sein,  da hockte mir etwas auf der Brust. Davon erwachte ich. Als ich Licht anzündete, bemerkte ich mit Entsetzen, daß mir ein Känguruh zu schaffen machte.

Es kauerte auf meinen Rippen und glupschte mich feindselig an. Ich sprach: „Es ist bereits das dritte Mal in dieser Nacht, daß man mich belästigt.

Sie mögen geträumt sein oder nicht, ich habe nicht die geringste Lust, mich mit Ihnen zu befassen.

Beehren
Sie sonstwen mit Ihrem unerbetenen Besuche, aber nicht mich!


Sprach's
und drehte mich auf die andere Seite. Rasch schlief ich wieder ein. Mir träumte, daß ein Känguruh auf meiner Brust säße, das ich, um es loszuwerden, erdrosselte.



Schwer schlug die Leiche zu Boden. Davon erwachte ich. Im Zimmer lag die Leiche eines Känguruhs.  Im Waschbecken schwamm eine grasgrüne Raupe.  Ein Floh stach mich. Die Sonne schien durchs Fenster.
 
Ich griff mir an den Kopf.  Es ist nicht geheuer auf der Welt.